Slow Food

Slow Food ist die 1986 zunächst unter dem Namen Arcigola gegründete Vereinigung für das Recht auf Genuss. Sie verteidigt die regionalen und nachhaltig erzeugten Lebensmittel, eine selbstbewußte bäuerliche Landwirtschaft und wendet sich gegen die Verfälschung unserer Nahrung z. B. mit Hilfe gentechnisch manipulierter Organismen.

Der Anstoß ging seinerzeit von einem Besuch einer Reisegruppe aus Bra (Piemont) in Montalcino aus, wo die jungen Leute schlechtes Essen und sauren Wein bekamen. Sprecher der Gruppe war Carlo Petrini, später Gründer und noch heute Welt-Präsident der Bewegung "Slow Food", die sich ihren Namen 1989 in Paris gab.

Die Toskana ist heute das eigentliche Zentrum von Slow Food und Terra Madre, dem Netzwerk der Produzenten, Gastronomen und Wissenschaftler. Es gibt zahlreiche Convivien oder "Condotte", wie sie in Italien heißen. Zum Beispiel Siena, Montepulciano-Chiusi, Pitgliano-Alta Maremma, Valdichiana Nord, Arezzo usw. 

Slow Food Italien gibt jährlich den Führer "Osterie d'Italia" heraus, der einfache Restaurants verzeichnet, die zum fairen Preis gute Qualität liefern und regionale Traditionen pflegen. Wichtig auch der Weinführer "Guida al Vino Quotidiano" für Weine unter zehn Euro. 

Die Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt vom Verschwinden bedrohte Nutztiere, Nutzpflanzen, Zubereitungen und kulinarische Traditionen in so genannten Presidi (Schutzvereinigungen). Siehe Presidii der Toskana.

Der Autor dieser Internetpräsenz ist Mitglied von Slow Food Montepulciano-Chiusi.